Marl,
30.9.2016. Nur wer sich kennt, achtet sich“, sagte Bürgermeister Werner Arndt, als er die 16 Schülerinnen und Schüler vom Colegio Cristo Rey aus Madrid im Rathaus begrüßte. „So ist jede Begegnung ein aktiver Beitrag für den Frieden in Europa.“ Die spanische Gruppe besuchte vom 22. bis zum 30.9.2016 die Jahrgangsstufe 10 des ASGSG. Zusammen mit ihren Lehrern José Manuel Fernandez Oltra und Maribel Escudero sowie den deutschen Gastgebern erkundeten sie das Ruhrgebiet. Auf dem Terminplan standen u.a. der Gasometer in Oberhausen, der Kölner Dom und das CentrO. Auch ein europäisches Fest mit der Austausch-Gruppe aus Krosno wurde bereits gefeiert. Dies war der zweite Austausch mit dem Colegio Cristo Rey, der von der Elena Bleß-Stiftung gefördert wurde.
Hier berichten wir über ausgewählte Praktika
Marl, 27.9.2016. Die polnischen Jugendlichen des 2. Lyzeum in Krosno (vergleichbar mit einer Oberstufen-Schule) waren zu Besuch am Albert-Schweitzer- / Geschwister-Scholl-Gymnasium (ASGSG). Untergebracht in Gastfamilien lernten sie Marl, die Umgebung und die Menschen, die hier leben, hautnah kennen. Der Austausch wurde von der Elena Bleß-Stiftung unterstützt. Im Gespräch mit den Schülern verdeutlichte Bürgermeister Arndt: was heute gang und gäbe ist, war vor nicht allzu langer Zeit alles andere als selbstverständlich. „Unser Europa ist heute ein ganz anderes, als es früher einmal war“, erklärte Arndt. „Als ich jung war, gab es Grenzen. Daher begrüße ich es sehr, dass polnische und deutsche Jugendliche sich nun so unkompliziert begegnen können.“ In den folgenden Tagen warteten auf die Jugendlichen viele neue Erfahrungen und Eindrücke. So standen Exkursionen zum Chemiepark, zum jüdischen Museum Dorsten, zum Umspannwerk Recklinghausen sowie eine Stadtrallye in Recklinghausen auf dem Plan. Ein weiteres Highlight war ein europäischer Abend, bei dem sich die deutschen und polnischen Schüler mit einer weiteren Austauschgruppe aus Madrid trafen.
In dem kleinen Ort Cassel in der Nähe von Lille nutzte Lisa aus Brakel ihr Berufspraktikum an einem französischen Collège, um den Lehrerberuf mal nicht nur aus der Schülerperspektive wahrzunehmen, sondern erste eigene Erfahrungen bei der Wissensvermittlung zu sammeln. Dazu durfte sie die sehr nette Deutschlehrerin in vier unterschiedlichen Jahrgangsstufen in den Unterricht begleiten und in der ersten Woche in einzelnen Unterrichtsphasen die Lehrerrolle übernehmen. So beantwortete sie z.B. die Fragen, die die Schüler ihr auf Deutsch zu ihrer Person stellten. In der zweiten Woche durfte sie dann schon selbst insgesamt 6 Deutschstunden planen und durchführen. Dazu bereitete sie u.a. ein Spiel über deutsche Kulturen oder ein Arbeitsblatt zum Vergleich der verschiedenen Schulsysteme vor. Auch den Schulalltag der gegenüberliegenden französischen Grundschule durfte sie in der letzten Phase ihres Praktikums kennenlernen und mitgestalten. Ihr Fazit am Ende des Praktikums: „Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diese Erfahrungen zu sammeln. Das Praktikum hat mir nicht nur einen Einblick in den französischen Schulalltag gegeben, sondern es gab mir auch die Chance neue Personen kennenzulernen, die ich niemals vergessen werde. Davon abgesehen half mir das Praktikum auch noch, meine Aussprache zu verbessern. Ich würde jedem empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen.“
Marl, 9.9.2016. Eine Gruppe von 11 Schülerinnen und Schülern der spanischen Partnerschule Colegio Urkide in der baskischen Hauptstadt Vitoria in Nordspanien war für eine Woche am GiL zu Gast. Nachdem die deutschen Schülerinnen bereits im April in Spanien waren, lernen nun die Spanier den Alltag in Deutschland, das Leben am GiL und die Besonderheiten der Region kennen. Gleich am ersten Tag begrüßte auch Bürgermeister Werner Arndt die Gäste und gab vom Turm des Rathauses aus einen Überblick über Marl und seine Geschichte. Bei einer Exkursion durchs Ruhrgebiet am Freitag lernten die Spanier bei einem Besuch des Bergbaumuseums in Bochum zunächst die Bedeutung des Bergbaus für das Ruhrgebiet kennen. Wie die Industrie das Bild der Ruhrgebietsstädte prägte und wie Strukturwandel funktionieren kann, war Thema einer interessanten Führung im Gasometer in Oberhausen, der zweiten Station der Ruhrgebietstour. Einen Abschluss fand der Tag bei Essen und Shopping im Centro, einem Beispiel für die erfolgreiche Umwidmung ehemaliger Industrieflächen.